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Ölpreis gibt nach - Trendwende oder nur Intermezzo? (28.10.2021)

Wenn man auf die Ölwerte schaut, entsteht der Eindruck, dass sich die letzte Woche wiederholt. So ließen das für Europa wichtige Brent und das amerikanische WTI gestern im Laufe des Handelstages deutlich nach. Das Fass Brent ist aktuell dabei knapp 3 Dollar billiger als noch am Dienstagmorgen, das Fass WTI dabei immerhin 2 Dollar günstiger.

Die Ölvorräte in den USA sind in dieser Woche abermals stärker gestiegen als erwartet und Marktbeobachter schätzen die Stimmung der Anleger am Aktienmarkt eher trüb ein, was Auswirkungen auf alle Rohstoffwerte hat. Auch wenn die Nachfrage nach Energie weiterhin ungebrochen hoch ist.

Größere Änderungen in der Angebotssituation sind vorerst nicht zu erwarten, so erhöht die OPEC+ zwar die Fördermengen monatlich um 400.000 Barrel, was aber für die aktuelle Nachfragesituation zu wenig ist. Bei dem OPEC+-Treffen nächste Woche wird dabei keine Abkehr von diesem Kurs erwartet.

Ähnlich wie letzte Woche könnte der Kursknick also wieder nur ein kurzes Zwischenspiel sein und weniger eine Trendwende. Da der Ölpreis allerdings auch von den hohen Kosten für andere Energieträger mitgetragen wird, könnten Meldungen das Russlands Präsident die Auffüllung der Gasvorräte angeordnet hat und auch in Deutschland und Österreich die Lager füllen will durchaus für etwas Entlastung sorgen. Erdgas hatte im Jahr 2021 den stärksten Preisanstieg aller Energieträger zu verzeichnen und wurde, wo möglich, durch Erdöl ersetzt.

Google ehrt heute mit seinem Google Doodle Kanō Jigorō, den Begründer des Judo-Kampfsports bei dem nicht nur der Kampf, sondern auch geistiges Training im Mittelpunkt steht – durch dieses Training sollen Körper und Geist in einen Zustand der Harmonie und Ausgeglichenheit versetzt werden. Nach dem Bezahlen der Heizkosten könnten also ein paar Judo-Übungen die nötige Entspannung bringen.

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