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Energiekrise weitet sich aus (18.10.2021)

Die internationale Energieagentur stellt einen Mangel an Erdgas, Flüssiggas und Kohle im europäischen und asiatischen Raum fest. Die globale Wirtschaftserholung und die damit gestiegene und weiter steigende Nachfrage nach Energie führen derzeit zu steilen Preisanstiegen und zu einem immer knapper werdenden Angebot. Der Interessenverband beobachtete zu dem eine Verlagerung der Nachfrage hin zum Erdöl. Daten aus dem August zeigen das z.B. bei Kraftwerken eine ungewöhnliche hohe Nachfrage nach Erdöl besteht und dies in mehreren Ländern unter anderem auch China.

Bereiche, die die Möglichkeit haben, könnten demnach weiter auf Erdöl umschwenken, dies bescherte auch dem Ölpreis zuletzt immer weitere Zuwächse. Beim Öl bestünde weiterhin die Möglichkeit, dass die OPEC ihre Fördermengen erhöht oder die USA Teile Ihre Vorräte freigeben.

Der Gaspreis hat sich seit Jahresanfang mehr als verdoppelt und auch die Gasspeicher in Europa sind noch nicht wieder aufgefüllt. Dies könnte zum einem am Preis liegen – man will nicht zu viel teures Gas einlagern. Zu dem läuft die Erdgasproduktion in den Niederlanden aus und die generelle Liefersituation weist aktuell auch Defizite auf. Schon im August wurde spekuliert das Gazprom seine Lieferungen künstlich eingeschränkt hat um Druck wegen der Pipeline Nord-Stream 2 auszuüben. Bestätigt ist dies bisher allerdings nicht und Russland hatte seine Lieferverpflichtung bisher immer eingehalten, so dass Experten hier nicht damit rechnen das es Versorgungslücken geben könnte.

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