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Heizung optimal einstellen (06.06.2019)

Ist die Heizung optimal eingestellt, lässt sich der Energieverbrauch mit digitalen Systemen nur geringfügig senken. Darauf weist das Informationsprogramm Zukunft Altbau hin.

Läuft die Heizung optimal, sinken die Verbrauchskosten

Als großen Vorteil von Hausautomation und Smartphone-Apps führen Hersteller immer wieder den Energieeinspareffekt an. Dem widerspricht Frank Hettler von Zukunft Altbau: “Ist die Heizung optimal eingestellt, können smarte Technologien nur wenige Prozentpunkte rausholen.” Hauseigentümer sollten daher Kosten und Nutzen genau abwägen und sich vor allem um eine reibungslos funktionierende Heizung kümmern. Wer seine Heizung von Fachpersonal optimal einstellen lasse, reize das Einsparpotenzial bereits weitgehend aus. “Über klassische Effizienzmaßnahmen hinausgehende Einsparungen sind mit einer Gebäudeautomatisierung nur noch im niedrigen einstelligen Prozentbereich möglich”, sagt auch Meike Militz von der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Es sollte zudem bedacht werden, dass Smart Home-Systeme im Dauerbetrieb arbeiten und Tag und Nacht Strom verbrauchen würden. Die Technologie habe außerdem ihren Preis. Die Kosten würden bei mehreren hundert bis über tausend Euro liegen.

Wie eine Heizung optimal eingestellt ist

Eine Nachtabsenkung auf einen Sollwert von zehn Grad beispielsweise fährt die Heizung kurz vor der Nachtruhe herunter und rechtzeitig vor dem Aufstehen wieder hoch. Während eines Urlaubs im Winter kann die Heizung zudem die gesamte Zeit, auch tagsüber, im nächtlichen Absenkmodus betrieben werden. Damit eine Heizung energiesparend läuft, gilt es, die Heizkurve richtig einzustellen. Sie regelt die Temperatur des Heizungswassers in Abhängigkeit zur Außentemperatur. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sollten außerdem einen hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage durchführen lassen und prüfen, ob eine neue Heizungspumpe nötig ist. Der hydraulische Abgleich sorgt dafür, dass alle Heizkörper genau die erforderliche Wassermenge erhalten. Moderne Heizungspumpen benötigen nur ein Zehntel so viel Strom wie in die Jahre gekommene Umwälzpumpen.

Quelle: www.pelletshome.com

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